Die sowjetisch-polnische Demarkationslinie in Ostpreußen.

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Die sowjetisch-polnische Demarkationslinie in Ostpreußen.

Beitragvon -sd- » 05.05.2021, 13:59

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Der Verlauf der sowjetisch-polnischen Demarkationslinie in Ostpreußen.

Durch eine Untersuchung des Amtes für Landeskunde (Zentralarchiv für Landeskunde
von Deutschland) in Remagen ist es erstmals gelungen, eine genaue Übersicht über
den Grenzverlauf zwischen dem sowjetischen und dem polnischen Verwaltungsgebiet
in Ostpreußen zu gewinnen. Auf Grund einer eingehenden Auswertung polnischer
Quellen - vor allem des im Auftrag der Polnischen Geographischen Gesellschaft
herausgegebenen Wörterbuchs der Ortsnamen in den unter polnischer Verwaltung
stehenden deutschen Ostgebieten - ergibt sich folgender Verlauf der sowjetisch-
polnischen Demarkationslinie in Ostpreußen:

Auf der Frischen Nehrung liegt die Grenze zwischen den Ortschaften Narmeln und
Neukrug; von hier erreicht sie die Westküste Ostpreußens unmittelbar nördlich der
Försterei Wachbude. Weiter verläuft die Grenze so, daß entlang ihres Verlaufs vom
Westen nach Osten folgende auf der Topographischen Übersichtskarte des Deutschen
Reichs 1 : 200000 eingetragenen Orte noch unter polnischer Verwaltung stehen:

1. Kreis Heiligenbeil: Gerlachsdorf, Grunau, Einigkeit, Birkenau, Waltersdorf,
Eisenberg, Kahlwalde, Lauterbach, Pellen, Vorwerk, Mühlenhof, Montitten.

2. Kreis Pr. Eylau: Gallingen, Gut Sodehnen, Schwadtken, Schwewecken,
Grünhöfchen, Warschkeiten, Mollwitten, Walkeschken, Poschloschen.

3. Kreis Bartenstein: Hirschwalde, Perkau, Trosienen, Rettauen, Kl. Poninken,
Klingenberg, Amalienberg.

4. Kreis Gerdauen: Lindenau, Meleden, Bratkin, Arnsdorf, Kanoten, Korklack,
Dogen, Assaunen, Schiffus, Birkenfeld, Ottoshof, Aarau, Raude, Reuschenfeld.

5. Kreis Darkehmen (Angerapp): Waldkerme, Wehrwalde, Angerau, Kl.-Sobrost,
Ramberg, Medunen, Blinkersee, Roßkamp, Almental, Oberhofen.

6. Kreis Goldap: Birkendorf, Kräuterwiese, Schäferberg, Spechtsboden, Heidensee,
Mittel Holzeck, Wehrkirchen, Langenfließ, Praßlau, Serteck.

Die Stadt Nordenburg, über deren verwaltungsmäßige Zugehörigkeit bisher Zweifel
bestanden, steht unter sowjetischer Verwaltung.

Der Grenzverlauf zwischen dem sowjetischen und dem polnischen Verwaltungsgebiet
ist also nicht so geradlinig, wie bisher allgemein angenommen wurde.

Quelle: OSTPREUSSISCHE NACHRICHTEN, März 1953

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